200g Vinyl, Doppel-LP - TLR-2504029V Lesen Sie mehr.
1. Ruby, My Dear
2. Hackensack
3. We See
4. Epistrophy
5. Evidence / Epistrophy
6. Don’t Blame Me
7. Oska T. / Epistrophy
8. Blue Monk
Als er am 28. Oktober 1967 im Club Doelen, Rotterdam, die Bühne betrat, war Thelonious Monk gerade 50 Jahre alt geworden. Fünfzehn Jahre später würde er aus der Musikszene verschwinden und sich für die letzten sechs Jahre seines Lebens bei Pannonica de Königswater in New York zurückziehen, um nie wieder ein Klavier anzurühren. Flankiert von den beiden „Klassikern“ „Ruby, My Dear“ und „Blue Monk“ leitet er das Quartett seiner drei Komplizen Charlie Rouse, Larry Gales, Ben Riley und ihrer Gäste mehr als eine Stunde und 20 Minuten lang. Larry Gales' Bass scheint am Ende von „Hackensack” aus einer Box herauszuspringen, die Bläser lassen sich in der Mitte von „We See” mitreißen und sie antworten einander, indem sie sich im schwindelerregenden „Oska” drehen. Und in der Mitte des Konzerts plötzlich ein Solo-Moment bei „Don't Blame Me”: Alles erscheint kontrastreich, verdreht, schräg, jede Note scheint von der vorherigen überrascht worden zu sein. Monk umspielt die Melodie zunächst von hinten, bevor er sie nach vorne bringt. Zum Schluss: „Blue Monk“ – was für ein Bühnenabgang! „Jazz Mania“ schreibt: „Diese Aufnahme aus dem Jahr 1967 klingt, als wäre sie gestern aufgenommen worden und präsentiert uns einen großartigen Monk, umgeben von echten Stars wie Clark Terry und Johnny Griffin.“
Frédéric D’Oria-Nicolas, der musikalische Schatzsucher von The Lost Recordings, beschreibt den Weg, den das Label beschreiten musste, um diese Veröffentlichung realisieren zu können folgendermaßen: „Meine erste Erinnerung an Monk stammt aus meiner Teenagerzeit. Seine Sprache und seine Art, das Klavier zu verstehen, die so weit von dem entfernt waren, was ich damals schätzte, kamen mir damals völlig fremd vor – genauso wie Bartoks Musik für mich. Jahre später war es eine Offenbarung: Die Musik erschien mir völlig innovativ. Die sich überlagernden und kollidierenden Harmonien und Melodien lassen sich wie ein Kandinsky oder ein Pollock betrachten. Dieses bisher unveröffentlichte Konzert, das in den niederländischen Archiven entdeckt wurde, ist ein wahres Meisterwerk, das noch niemand zuvor betrachten konnte.“
"The Lost Recordings" wird weltweit für die Bewahrung von unschätzbarem musikalischem Erbe und die unübertroffene Qualität seiner Phoenix-Mastering™-Restaurierungen gefeiert und veröffentlich dieses legendäre Konzert nun erstmals in absoluter Referenzqualität: Die „Sapphire Edition“ kommt als Doppel-LP (33 U/min), mit 200 Gramm schwerem, transparentem Ultimate Record®-Vinyl. Die handnummerierte Auflage ist streng auf 4.000 Exemplare limitiert und die luxuriöse Box enthält eine 16-Bit-Downloadkarte des Albums. Für die Lackschnitte zeichnet Tonmagier Kevin Gray höchstpersönlich verantwortlich.
MUSICIANS
Thelonius Monk (piano)
Charlie Rouse (tenor saxophone)
Larry Gales (bass)
Ben Riley (drums)
Clark Terry (trumpet)
Ray Copeland (trumpet)
Jimmy Cleveland (trombone)
Phil Woods (alto saxophone)
Johnny Griffin (tenor saxophone)