180g Vinyl, Doppel-LP - MFSL 2-595 Lesen Sie mehr.
1. Down
2. Heaven & Hot Rods
3. Pruno
4. Church On Tuesday
5. Sour Girl
6. No Way Out
7. Sex & Violence
8. Glide
9. I Got You
10. MC5
11. Atlanta
Rache ist süß! Von vielen Kritikern abgeschrieben, feuerten die Stone Temple Pilots 1999 mit „No. 4“ einen lauten Warnschuss ab. Das mehrfach prämierte Album vereint die Stärken der drei vorherigen Alben des Quartetts aus San Diego und markiert gleichzeitig eine Rückkehr zu den Hardrock-Wurzeln der Band. „No. 4“ gilt als das härteste und kantigste Album in der Karriere des kalifornischen Ensembles. Dass es trotz aller vorherrschenden Trends und fehlender Werbung – bedingt durch die einjährige Haftstrafe, zu der Sänger Scott Weiland kurz vor der Veröffentlichung des Albums verurteilt worden war – wurde „No. 4“ am 7. August 2000 von der RIAA mit Platin ausgezeichnet und im August 2001 von der CRIA. Der Song „Down“ wurde bei den Grammy Awards für die Best Hard Rock Performance nominiert. Das Album brachte auch einen der größten Hits von STP hervor: „Sour Girl“, erreichte Platz 78 der Billboard Hot 100 landete und blieb der einzige Song der Band, der jemals in dieser Hitparade vertreten war.
Unter der Leitung des Stammproduzenten der Band, Brendan O’Brien, sorgte „No. 4“ für ordentlich Aufsehen. Der satte, knackige Gitarrensound, das Knallen und Krachen des Schlagzeugs, die fließenden Texturen des Basses und das nachhallende Echo des Studioraums verstärken die Kraft der Musik mit einer beinahe körperlichen Wucht. Trotz seines „Back-to-Basics“-Charakters ist „No. 4“ unglaublich abwechslungsreich geraten: Massive Riffs treiben hämmernde Tracks wie das knirschende „Down“, das stürmische „Heaven & Hot Rods“, das stampfende „No Way Out“ und das bissige „Sex & Violence“ voran. Letzterer ist verdammt nah am Garage-Rock-Territorium und die Stone Temple Pilots pflügen sich ihren Weg förmlich durch das Album – mit kraftvollen Arrangements, sattem Sound und düsteren, in Verzerrungen gehüllten Stimmungen. Auch wenn sie Aggression und Härte umarmen, übersehen Stone Temple Pilots nicht die Bedeutung eingängiger Hooks und zugänglicher Melodien. Das federnd-poppige „Church On Sunday“ und der verträumte Rhythmus von „Sour Girl“ unterstreichen die hervorragende Songwriting-Chemie zwischen Weiland und Gitarrist Robert DeLeo. Gleiches gilt für „Glide“, einer spacigen Hommage an die Glam-Bewegung der 70er Jahre. Hier singt Weiland in den höchsten Tonlagen und als Zugabe gibt es ein folkiges Outro, das von einer jenseitigen Zither getragen wird. Und vergessen wir nicht den Abschluss „Atlanta“, ein kleines Epos mit einer klassischen Streichersektion und einer beschwingten Melodik, die an den Rodgers-und-Hammerstein-Klassiker „My Favorite Things“ erinnert. Die Stone Temple Pilots schrauben dann das Tempo kurzerhand zurück und lassen in „I Got You“ einen Hauch von Optimismus durchblicken – einem Country-angehauchten Titel, der von Pedal-Steel-Gitarre, Sechs-Saiten-Bass und Klavier untermalt wird. Die meisten Songs lesen sich wie Geständnisse und Flehen. Sie handeln von persönlichem Verlust, Drogenmissbrauch, destruktiven Impulsen und verzweifelten Kämpfen. „No. 4“ ist vielleicht nicht das kommerziell erfolgreichste Werk der Stone Temple Pilots. Aber es bleibt ihr kompromisslosestes. Und dieser Status hat wohl mehr Gewicht als jeder andere!
MFSL präsentiert „No. 4“ nun erstmals in audiophiler Referenzqualität! Die von den Originalbändern im kalifornischen MoFi-Studio gemasterte, bei Fidelity Record Pressing gefertigte, nummerierte Doppel-LP (180 Gramm, 45 U/min) ist in einer luxuriösen Gatefold-Klapphülle von Stoughton Printing untergebracht und bietet die beste Klangqualität, die das Album jemals auf Vinyl erhalten hat. Die sammelwürdige Neuauflage setzt neue Maßstäbe in puncto Räumlichkeit, Transparenz und Dynamik. Die Lebendigkeit und Glaubwürdigkeit des Albums, das in einer Zeit entstand, als viele Vertreter der Rockmusik immer stärker auf elektronische Elemente setzten oder die Bühne für immer verließen, wird durch die brillante Produktion von Brendan O’Brien untermauert!