180g Vinyl, Double LP - AAPJ 209-45 Lesen Sie mehr.
1. Taking A Chance On Love
2. Moonlight In Vermont
3. Speak Low
4. Nuages
5. Everything I've Got Belongs To You
6. Makin' Whoopee
7. Django
8. Nice Work If You Can Get It
9. The House Of The Rising Sun
10. Ring Them Harmonics
11. Taboo
12. To Ginny
Es war 1960. Die Welt war noch immer von der Eisenhower-Ära und dem leisen Murmeln des frühen Rock ’n’ Roll geprägt, der den Jazz langsam zu verdrängen drohte. Da erschien „The Guitar Artistry Of Charlie Byrd“, zuvor in den Edgewood Studios in Washington, D.C. aufgenommen. Obwohl „The Guitar Artistry Of Charlie Byrd“ nicht wie Byrds späterer Bossa-Nova-Hit „Jazz Samba“ mit Stan Getz die Spitze der Billboard-Charts erreichte, entwickelte es sich in Jazzkreisen zu einem Überraschungserfolg. Die anfängliche limitierte Veröffentlichung bei Washington Records machte es zu einem begehrten Sammlerstück für frühe Fans. Als Riverside das Album 1963 wiederveröffentlichte, profitierte das Label von Byrds wachsender Popularität, insbesondere nachdem er den Bossa Nova in Nordamerika eingeführt hatte. Jazzfans, die bereits von Byrds genreübergreifendem Talent begeistert waren, nutzten die Gelegenheit und machten das Album aufgrund seiner unverfälschten Gitarrenkunst zu einem Muss.
Byrd, der in Virginia geborene Gitarrenvirtuose, entfesselt seine unvergleichliche Magie auf seiner treuen spanischen Gitarre – unverstärkt. Das Album präsentiert ihn auf dem Höhepunkt seines Könnens und vereint die improvisatorische Leidenschaft des Jazz mit der raffinierten Finesse klassischer Technik. Die Titelliste liest sich wie eine Liebeserklärung an die Vielseitigkeit: vom energiegeladenen „Taking A Chance On Love“ über das verträumte „Moonlight In Vermont“ bis hin zur Hommage an sein Idol Django Reinhardt mit „Nuages“. Und dann ist da noch „Django“, ein Solostück von so intimer Intensität, dass man das Gefühl hat, Byrd spiele exklusiv für einen selbst im Wohnzimmer. Die Atmosphäre des Albums ist wie ein Martini – sanft und raffiniert, aber mit einer unerwarteten Kraft. Es ist keine Hintergrundmusik, sondern ein Dialog zwischen Byrds Fingern und der Seele des Zuhörers. Für Jazzsammler ist „The Guitar Artistry Of Charlie Byrd“ ein wahrer Schatz: eine Meisterklasse gitarrenorientierten Jazz von einem Musiker, der Nylonsaiten wie kein anderer zum Singen brachte. Es ist genau die Art von Platte, die uns daran erinnert, warum die Menschen sich überhaupt in den Jazz verliebt haben.
Als Teil der Analogue Productions Fantasy 45 Series erscheint „The Guitar Artistry Of Charlie Byrd“ nun in einer klanglich herausragenden Neuauflage, die von Kevin Gray und Steve Hoffman bei Acoustech Mastering sorgfältig gemastert wurde. Die Doppel-LP, gepresst auf 180-Gramm-Vinyl vom Branchenführer Quality Record Pressings (QRP) und mit 45 U/min geschnitten, kommt in einem klassischen Stoughton Printing Gatefold-Cover mit strapazierfähiger, matter Oberfläche.
Musiker
Charlie Byrd: Gitarre
Ketter Betts: Bass
Buddy Deppenschmidt: Schlagzeug