Hybrid-SACD - CAPP 181 SA Lesen Sie mehr.
1. Easy Skanking
2. Kaya
3. Is This Love
4. Sun Is Shining
5. Satisfy My Soul
6. She’s Gone
7. Misty Morning
8. Crisis
9. Running Away
10. Time Will Tell
Als Bob Marley starb, war er einer der ersten globalen Superstars – berühmt und gefeiert von Europa über Afrika bis Amerika. Manche sahen in ihm nicht nur einen Reggae-Sänger, sondern einen Volkshelden, eine Art Freiheitskämpfer. Und bis heute ist sein Vermächtnis größer als seine Musik, schrieb Pitchfork. Im 21. Jahrhundert ist Bob Marley eine globale Kulturikone und der erste Jamaikaner, der in die Rock & Roll Hall of Fame aufgenommen wurde. „Kaya“, erschienen 1978, war das zehnte Studioalbum des jamaikanischen Künstlers und wurde während derselben Aufnahmesessions wie „Exodus“ aufgenommen. „Exodus“ war noch in den britischen Charts vertreten, als sein Nachfolger veröffentlicht wurde. Dies zeugte nicht nur von Bob Marleys phänomenaler Popularität zu dieser Zeit, sondern auch von seiner beeindruckenden Arbeitsmoral und seiner Fähigkeit, mit seinem sich verschlechternden Gesundheitszustand umzugehen. Auf „Kaya“ – einem jamaikanischen Patois-Wort für „Gras“ oder „Hanf“ – setzte Marley eine unausgesprochene Tradition fort, die sich durch die gesamte Diskografie der Wailers gezogen hatte: die Verschmelzung westlicher Klänge und Motive mit den ikonischen Traditionen der jamaikanischen Gesellschaft. Bis heute hat sich „Kaya“ fast 1,6 Millionen Mal verkauft! Der Erfolg des Albums spiegelt sich in sechs Platin- und drei Goldauszeichnungen wider.
„Kaya“ präsentiert eine zugänglichere Version von Bob Marley. Die Texte verzichten auf die politischen Kommentare und Rastafari-Philosophien, die auf „Natty Dread“ und „Rastaman Vibration“ so präsent waren. Stattdessen rücken Themen wie Liebe und Cannabis in den Vordergrund, etwa in „Easy Skanking“ und dem Titeltrack. Die spürbare musikalische Spannung, die in den früheren Werken der Wailers unterschwellig brodelte, wich einem entspannteren Rhythmus. „Kaya“ offenbart eine bemerkenswert sanftere Seite von Bob Marley & The Wailers und dokumentiert die Band gleichzeitig auf dem Höhepunkt ihres Schaffens. Der größte Hit des Albums, „Is This Love“, erreichte Platz 9 der britischen Charts – ein bescheidener Erfolg für einen Song, der damals allgegenwärtig war und sich zu einem modernen Popklassiker entwickelt hat. Ein weiteres Liebeslied, „She’s Gone“, zählt bis heute zu Marleys am meisten unterschätzten Juwelen. Im Verlauf des Albums ziehen düstere Wolken auf, darunter das geheimnisvolle „Misty Morning“, das stark synkopierte „Crisis“ und das existentiell grüblerische „Running Away“, das mit einem rauen, verzerrten Rap von Marley endet – eine deutliche Abkehr von seinem üblichen Gesangsstil. Das Album schließt mit dem ungewöhnlichen, folk-angehauchten „Time Will Tell“ und einem düsteren, typischen Marley-Refrain: „Think You're In Heaven But You're Living In Hell.“
Analogue Productions würdigt dieses meisterhafte Album nun mit einer klanglich herausragenden Hybrid-SACD, die auf Ryan K. Smiths Remastering der Originalbänder bei Sterling Sound basiert und eine bisher unerreichte Audioqualität für diesen Reggae-Klassiker bietet.