Hybrid-SACD - CAPP 179 SA Lesen Sie mehr.
Hybrid-SACD (Dual-Layer)
1. Positive Vibration
2. Roots, Rock, Reggae
3. Johnny Was
4. Cry To Me
5. Want More
6. Crazy Baldhead
7. Who The Cap Fit
8. Night Shift
9. War
10. Rat Race
Als “Rastaman Vibration” 1976 in Amerika veröffentlicht wurde, erreichte die LP etwas, das viele in der Musikindustrie damals für nahezu unmöglich hielten: Sie brachte Bob Marleys Album in die Top Ten – mitten in der Disco- und Mainstream-Rock-Welle. 1975 war bereits ein triumphales Jahr für Bob Marley gewesen. Das Album “Natty Dread” enthielt einige seiner stärksten Songs (die ersten, die er nach dem Ausstieg von Peter Tosh und Bunny Wailer schrieb) und brachte den Top-40-Hit “No Woman No Cry” hervor. Das Nachfolgealbum “Live”, eine Dokumentation von Marleys Auftritt im Londoner Lyceum, verschaffte dem Sänger zudem seinen lang ersehnten Durchbruch in England. Nach Abschluss der Tour kehrten Marley und seine Band nach Jamaika zurück und nahmen die Stücke für “Rastaman Vibration” in den legendären Studios von Harry Johnson und Joe Gibbs auf. Sylvan Morris und Errol Thompson, zwei jamaikanische Toningenieure höchsten Kalibers, saßen am Mischpult.
Trotz des beschwingten Titelsongs und des Optimismus von “Roots, Rock, Reggae” enthält “Rastaman Vibration” einige von Marleys intensivsten Bildern von Unterdrückung, Paranoia und Verzweiflung. Stücke wie “Who The Cap Fit” und “Crazy Baldhead” werden von den Wailers mit drängender Intensität gespielt, während Marleys eindringliche Visionen durch seinen eigenen Kirchenchor, die I-Threes, widerhallen. Mehr als vier Jahrzehnte später haben weder Marleys Musik noch seine Botschaft an Schärfe verloren. Von den Songs auf “Rastaman Vibration” bleibt “War” eine der kraftvollsten Aussagen in der Karriere des Sängers. Obwohl es im Wesentlichen eine direkte Transkription einer Rede von Haile Selassie ist, passt Marley die Texte meisterhaft an seine Musik an.
Analogue Productions ehrt dieses meisterhafte Album nun mit einer klanglich herausragenden Hybrid-SACD, basierend auf Ryan K. Smiths Remastering der Originalbänder bei Sterling Sound, die eine bisher ungehörte Klangqualität dieses Reggae-Klassikers bietet.