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Schallplatten reinigen: was funktioniert wirklich und was nicht?

Schallplatten reinigen: was funktioniert wirklich und was nicht?

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Eine schöne Plattensammlung verdient mehr als nur einen guten Plattenspieler und einen sorgfältig gewählten Tonabnehmer. Staub, Fingerabdrücke und Rückstände alter Innenhüllen können sich langsam in der Rille sammeln und dort Knacken, Rauschen und eine weniger freie Wiedergabe verursachen. Wer seine Schallplatten richtig reinigt, schützt nicht nur die Platte selbst, sondern auch die Nadel, die immer wieder durch dieselbe Rille läuft. Die Library of Congress weist bei audiovisuellem Material darauf hin, dass sorgfältiges Anfassen eine der einfachsten und wirksamsten Formen der Erhaltung ist, wobei Platten möglichst nur am Rand und am Label berührt werden sollten.

Eine Plattenbürste ist für die tägliche Pflege ohne Zweifel eines der praktischsten Hilfsmittel. Eine gute Bürste aus Kohlefaser nimmt losen Staub von der Oberfläche auf, bevor die Platte abgespielt wird, und hilft damit zu verhindern, dass Schmutz während des Hörens tiefer in die Rille gedrückt wird. Wichtig ist jedoch, dass eine Bürste kein Wundermittel ist. Fett, eingetrocknete Rückstände, Nikotinbelag oder Schmutz, der schon länger in der Rille sitzt, verschwinden meist nicht durch trockenes Bürsten allein. Führen Sie die Bürste ruhig in Laufrichtung der Platte und drücken Sie nicht stark, denn das Ziel ist Staubaufnahme und nicht kräftiges Schrubben.

Reinigungsflüssigkeiten funktionieren vor allem dann gut, wenn sie speziell für Schallplatten entwickelt wurden und richtig eingesetzt werden. Destilliertes oder deionisiertes Wasser ist eine sinnvolle Basis, weil es keine störenden Rückstände hinterlassen soll, während ein geeigneter Netzstoff helfen kann, fettige Verschmutzungen zu lösen. Empfehlungen zur Pflege von Tonträgern weisen darauf hin, dass Wasser allein Fett nicht ausreichend löst und deshalb eine passende Zugabe sinnvoll sein kann. Gleichzeitig muss die Flüssigkeit nach der Reinigung vollständig entfernt werden, denn Rückstände des Reinigers können neue Geräusche verursachen.

Eine Plattenwaschmaschine wird besonders interessant, wenn Sie regelmäßig gebrauchte Platten kaufen, viele ältere Pressungen besitzen oder merken, dass trockenes Bürsten nicht mehr reicht. Manuelle Systeme mit einem Bad können bereits viel Schmutz lösen, während Maschinen mit Absaugung den Vorteil bieten, dass die verschmutzte Flüssigkeit aktiv von der Platte entfernt wird. Genau das ist wichtig, weil gelöster Schmutz sonst wieder in der Rille antrocknen kann. In professionellen Empfehlungen werden Reinigungsmaschinen genannt, weil sie Flüssigkeit gleichmäßig verteilen und anschließend wieder absaugen können, sodass die Platte sauber und trocken bleibt.

Auch Ultraschallreinigung kann sehr gute Ergebnisse liefern, besonders bei Schmutz, der tiefer in der Rille sitzt. Ihre Stärke liegt in kleinen Bläschen, die in der Flüssigkeit entstehen und Ablagerungen lösen, ohne dass stark gerieben werden muss. Dennoch verlangt auch diese Methode nach etwas Sorgfalt. Verwenden Sie eine geeignete Flüssigkeit, beachten Sie die Temperaturangaben des Herstellers und planen Sie eine gründliche Trocknung ein. Manche moderne Reinigungsflüssigkeiten sind bewusst alkoholfrei formuliert und für Plattenwaschmaschinen gedacht, wobei der Hersteller darauf hinweist, dass Alkohol bestimmte Plattenoberflächen beeinträchtigen kann.

Was funktioniert also eher nicht? Leitungswasser ist keine ideale Wahl, weil Mineralien und Kalk Rückstände hinterlassen können. Küchenpapier ist ebenfalls ungeeignet, weil es Fasern verlieren kann und nicht für die feine Struktur einer Plattenrille gemacht ist. Haushaltssprays, Glasreiniger, Essig, Allzweckreiniger und beliebige Alkoholmischungen gehören nicht auf eine wertvolle Schallplatte. Bei 78 Umdrehungen Platten und Schellack ist besondere Vorsicht nötig, da nicht jede Platte aus Vinyl besteht und nicht jede Flüssigkeit für jedes Material sicher ist. Wählen Sie daher immer einen Reiniger, der ausdrücklich zum jeweiligen Tonträger passt.

Viele Fehler entstehen schlicht aus Eile. Eine nass gereinigte Platte sofort wieder in eine alte staubige Innenhülle zu stecken, macht einen großen Teil der Arbeit zunichte. Auch das Abspielen einer Platte, während sich noch Feuchtigkeit in der Rille befindet, ist keine gute Idee. Wer gründlich reinigt, lässt die Platte vollständig trocknen, nutzt vorzugsweise eine saubere antistatische Innenhülle und reinigt auch die Nadel nach den Vorgaben des Herstellers. So wird Reinigung nicht zur einmaligen Rettungsaktion, sondern zu einer festen Routine, mit der Ihre Sammlung länger sauber klingt.

Die beste Vorgehensweise lässt sich daher klar zusammenfassen. Für neue und gut gepflegte Platten reicht meist ein ruhiges Abbürsten vor dem Abspielen. Für gebrauchte Funde, sichtbare Verschmutzungen und hartnäckiges Knistern ist Nassreinigung die bessere Wahl. Für größere Sammlungen oder alle, die häufig gebrauchte Platten kaufen, ist eine Plattenwaschmaschine eine sehr sinnvolle Investition. Wer sicher arbeitet, aggressive Hausmittel vermeidet und jede Platte erst vollständig trocken einlagert, gewinnt hörbar mehr Freude an seiner Sammlung und reduziert unnötige Risiken.


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